Der Baum


Die Arganie (Argania spinosa), auch Eisenholzbaum oder Arganbaum genannt, gehört zu den Seifenbaumgewächsen. Dieser Baum ist einer der ältesten Bäume der Welt und wächst auf der Erde seit über 25 Millionen Jahren im südwestlichen Marokko zwischen Essaouira und Agadir. Der Baum wird bis zu 10 Meter hoch und hat eine Krone mit einem Durchmesser von bis zu 14 Meter. Der Arganbaum kann zu mehrfachen Zwecken verwendet werden, da alle Teile nutzbar sind: Das Holz wird zum Brennen und von Schreinern verwendet, Mark und Blätter als Futter und der Pressrückstand als Nährstoffzugabe für Rinder und Ziegen. Die Bäume haben eine Lebenserwartung von 150 bis 200 Jahren.

Die Frucht sieht aus wie eine gelbe Pflaume und verbirgt in ihrem bitteren Fruchtfleisch bis zu drei Kerne, die in eine extrem harte Schale (16-mal härter als Haselnüsse) gehüllt sind. Nur jedes zweite Jahr entwickelt der Arganbaum diese Früchte. Die darin enthaltene "Mandel" ist kleiner als ein Sonnenblumenkern. Die Berberfrauen (Amazigh) knacken mühsam die Nüsse mit Steinen, eine nach der anderen um aus den Mandeln das flüssige Gold Marokkos, das Arganöl, zu gewinnen.

     
Unter Schutz gestellt:
Seit 1998 ist das Gebiet von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Die Vermarktung des Arganöls bietet der landwirtschaftlichen Bevölkerung in dieser Region stabile Einkommen und hilft dabei, die Landflucht, sowie die Emigration zu bekämpfen. Die schwere Arbeit der Berberfrauen bei der Herstellung des Öls wird dabei auch aufgewertet; es werden ihnen auch Arbeitsstellen gesichert. Arganbäume bieten einen natürlichen Schutz gegen die Verwüstung (der Baum wuchs einst bis Ghana). Eine verstärkte Nachfrage an Arganöl kann dazu beitragen, die sich von Jahr zu Jahr verringernden Baumbestände zu erhalten.