| Der Baum
Die Frucht sieht aus wie eine gelbe Pflaume und verbirgt in ihrem bitteren Fruchtfleisch bis zu drei Kerne, die in eine extrem harte Schale (16-mal härter als Haselnüsse) gehüllt sind. Nur jedes zweite Jahr entwickelt der Arganbaum diese Früchte. Die darin enthaltene "Mandel" ist kleiner als ein Sonnenblumenkern. Die Berberfrauen (Amazigh) knacken mühsam die Nüsse mit Steinen, eine nach der anderen um aus den Mandeln das flüssige Gold Marokkos, das Arganöl, zu gewinnen. Seit 1998 ist das Gebiet von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Die Vermarktung des Arganöls bietet der landwirtschaftlichen Bevölkerung in dieser Region stabile Einkommen und hilft dabei, die Landflucht, sowie die Emigration zu bekämpfen. Die schwere Arbeit der Berberfrauen bei der Herstellung des Öls wird dabei auch aufgewertet; es werden ihnen auch Arbeitsstellen gesichert. Arganbäume bieten einen natürlichen Schutz gegen die Verwüstung (der Baum wuchs einst bis Ghana). Eine verstärkte Nachfrage an Arganöl kann dazu beitragen, die sich von Jahr zu Jahr verringernden Baumbestände zu erhalten. |
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