Die Ölherstellung


Das Arganöl wird traditionell von den Berberinnen durch ein altes Verfahren gewonnen. Die Kerne werden gesammelt und die Schalen mit Steinen zerschlagen. (Alles erfolgt per Hand, da keine Maschinen diese Arbeit ersetzen kann.)



Die Samen werden auf den flachen Dächern der Lehmhäuser an der Luft getrocknet, dann auf offenem Feuer mild geröstet und später in einer Steinmühle per Hand zermahlen. Der Brei wird mit lauwarmem Wasser zu einer Paste vermischt, das Öl wird herausgelöst. Pro Arganbaum können etwa 30 Kilogramm Früchte geerntet und daraus 1 Liter Öl extrahiert werden. Dafür benötigt eine Frau fast einen ganzen Tag.

Wertvolle Inhaltsstoffe von Arganöl:
Arganöl gilt medizinisch als äußert wertvoll, da es über 80% ungesättigten Fettsäuren wie Myristicin, Linol, Arachidon, Lignocerinsäure enthält. Diese wirken gesundheitsfördernd auf den Organismus und sind wichtig für einen aktiven Stoffwechsel. Die marokkanische Biochemie Professorin Zubidah Charrouf von der Universität Rabat in Marokko hat in Arganöl beachtliche Mengen von alpha Tocopherol (nat. Vitamin E) gefunden. Arganöl ist mit 620mg. pro Kg. (im Vergleich zu 320mg. pro Kg. bei Olivenöl) ungewöhnlich reich an Tocopherole. Die Antioxidantien Tocopherole spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Umweltgiften und tragen so wesentlich zur Stärkung des Immunsystems bei. Vergleicht man verschiedene Öle wie Argan-, -Oliven- und Sonnenblumenöl miteinander, so findet man nur im Arganöl die seltene Sterole. (Schottenol und Spinasterol).

Zitate mit freundlicher Genehmigung von
Dr. med. Peter Schleicher.